Alonzo King – Poet of Dance


Ein Dokumentarfilm von Marita Stocker
Eine Monarda Arts Produktion, ko-produziert von ZDF/3Sat


 

Der Dokumentarfilm zeigt den poetischen Choreografen Alonzo King in seiner Rolle als Lehrer und als Inspiration für seine Tänzer des Lines Ballet. Dabei wird seine Auffassung von Tanz und Bewegung deutlich, die er schon als Kind für sich begriff: „Als ich noch ein Kind war, beobachtete ich Erwachsene und sah, wie ihre Körper etwas anderes zu sagen schienen, als ihre Münder. Der Körper schien im Gegensatz zu den Worten die Wahrheit zu sagen. Also wurde das Tanzen für mich eine Möglichkeit, Informationen zu bekommen und weiterzugeben.“ Für King ist der Körper ein Instrument, das gespielt wird. „Musik und Tanzen sind eins“, erklärt King. „Es existiert kein Klang ohne eine Bewegung zu erzeugen. Ein Tänzer ist ein Musiker, der die Zeit und die Energie manipuliert, und ein Musiker ist ein Tänzer.“

Um seine Arbeit als Choreograf besser zu beleuchten werden drei seiner bekanntesten Werke („Triangle of the Squinches“, „Scheherazade“ und „Dust and Light“) in der Probenphase und als Aufzeichnung gezeigt. Hintergrundszenen der Proben und Interviews mit den Tänzern geben dem Zuschauer zusätzliche Einblicke in die Zusammenarbeit zwischen Choreograf und Tänzer, die in der Lines Ballet Company besonders eng ist. Die Tänzerin Kara beschreibt es so: „Ich kann eine Menge von mir selbst mit einbringen. Normalerweise werden uns Tänzern die Schritte und die Art und Weise des Tanzens vorgegeben. Aber in dieser Company wurde von mir mehr Kreativität verlangt. Ich bringe meine eigene Kreativität in alles ein, was eine echte Herausforderung darstellt.“ Während der Proben wird diese spezielle Methode des Tanzens und des Lehrens gezeigt, die für jeden Tänzer eine einzigartige und ganz besondere Erfahrung ist. Ihr Instrument wird nicht mehr gespielt, sondern sie werden gelehrt es selbst zu spielen. Alonzo King erklärt die Beziehung von Choreografie und Tänzer mit dem Singen eines Liedes: „Ich schreibe die Texte für ein Lied. Und alles, was ich brauch, ist ein guter Sänger.“

 

Erhältlich als Bonus bei Arthaus Musik (DVD und Blu ray)

Produktion

 

Produzent: Torsten Bönnhoff, Erwin Stürzer
Executive Producer: Oliver Becker
Regie: Marita Stocker
Regieassistenz: Ynze Bijl
Produktionsleitung: Julie Constanzo
Kamera: Lou Weinert, Robert Barcelona, Mickey Freeman, Ruben O’Malley
Schnitt: Eva Kohlweyer
Postproduktion: Digital Images GmbH
Sprache: Englisch
Untertitel: Deutsch, Französisch, Spanisch
Laufzeit: 22 Min
Bildformat: 16:9
Produktionsjahr: 2012